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Open Source

Was heisst Open Source Software?

Open Source Software unterscheidet sich von herstellergebundener (proprietärer) Software darin grundlegend, dass der Quellcode – das ist der geschriebene Programmtext, der Befehle, Anweisungen und Logik enthält - für jedermann zugänglich ist. Das bedeutet, dass der Anwender das Programm und alle seine Abläufe darin unabhängig von seinen Autoren anschauen und analysieren darf. Bei einigen Lizenzmodellen ist es sogar ausdrücklich erwünscht, Verbesserungen in den offenen Programmtext einzuarbeiten und diesen wieder zu veröffentlichen. Auf diese Weise können Schwachstellen oder Fehler schnell erkannt und beseitigt werden. Weil der Quellcode jedem offen zugänglich ist, wird solche Software Open Source Software genannt. Im Vergleich dazu kann der Benutzer ein proprietäres Programm, dass nicht als Quelltext sondern nur in binärer Form vorliegt weder prüfen noch verändern.

Welche Vorteile bietet Open Source dem Anwender?

Open Source Software ist oft von sehr hoher Qualität. Das liegt nicht zuletzt daran, dass eine oft sehr große Entwicklergemeinschaft an einem Projekt arbeitet. Unsaubere Lösungen innerhalb eines Programms werden sofort von der Gemeinschaft erkannt, meist kontrovers diskutiert und durch elegante Lösungen ersetzt. Handwerklich schlecht programmierter Code kann nicht unter dem sprichwörtlichen Teppich verschwinden.

Sind proprietäre Produkte sicherer als die Open Source Software Alternativen?

Proprietäre Angebote haben augenscheinlich einen Vorteil dadurch, dass es nicht jedermann möglich ist, Einblick in die Programmtexte zu nehmen. Die Realität zeigt jedoch dass trotzdem immer wieder eine Vielzahl gravierender Sicherheitsprobleme in closed-Source Produkten entdeckt und in zahlreicher Schadsoftware wie z.B. Würmern und Viren ausgenutzt werden. Open Source heisst aber auch nicht zwangsläufig fehlerfrei. Keiner der beteiligten Entwickler (die namentlich im offenen Quelltext genannt werden) möchte sich jedoch gern nachsagen lassen anfälligen Code zu liefern. Bei der Programmierung proprietärer Software bei einem Hersteller stehen Entwickler oft unter großem Druck Programme zu festgelegten Terminen, Messen oder Marketing-Gigs fertigzustellen. Ein Open Source-Projekt gilt i.d.R dann als fertig, wenn alles sauber funktioniert.

Wer ist bei Problemen mit Open Source Software zuständig?

Es mag etwas irritieren, dass es eben keine 0900-Hotline eines Herstellers gibt, an den man sich bei Schwierigkeiten wenden kann. Dem gegenüber steht aber die enorm große Community der Anwender und Entwickler, die sich sehr ausführlich in Foren, Mailinglisten oder Newsgroups austauschen. Üblicher Weise geben auch die Hersteller von Open Source-Enthaltenden Produkten (wie z.B. der connectline-MailServer) Support. Herausgeber kommerzieller Linux-Distributionen geben meist auch einen Installationssupport.

Heisst Open Source Software gleichzeitig kostenlos?

Wer Open Source basierte Systeme einsetzt, bekommt selten ein All-in-one-Paket. Zwar ist die Software an sich kostenfrei, jedoch ist in der Regel ein nicht zu unterschätzender Zeitbedarf für Konfiguration, Pflege und Weiterentwicklung der Software zu kalkulieren.

Gesellschaftliche Aspekte

In einer Zeit, in der in Deutschland immer weniger junge Menschen Visionen und Vorstellungen von ihrer Zukunft haben, stellt die Mitarbeit an Open Source Projekten einen wichtigen Bestandteil zur Integration in das Berufsleben und zur Entwicklung der Persönlichkeit dar. Durch Interesse an Features eines Open Source Projektes werden Jugendliche an Programmiertechnologien herangeführt und lernen internationale Zusammenarbeit im Team - wichtige Voraussetzungen für die Ausbildung und den Beruf. Nicht selten haben Open Source Projekte für Entwickler den Grundstein für den Weg in eine Selbständigkeit gelegt.



connectline unterstützt Open Source Projekte


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